Wie du dir Luxus leisten kannst, ohne reich zu sein

Luxus wird oft mit einem hohen Einkommen verbunden. Mit Business-Class-Flügen, teuren Hotels, Designerkleidung oder einem Leben, bei dem Geld scheinbar keine Rolle spielt.

Die Realität der meisten Menschen sieht anders aus.

Das Einkommen ist begrenzt. Jeden Monat müssen Miete, Versicherungen, Lebensmittel und andere Ausgaben bezahlt werden. Gleichzeitig soll Geld für die Zukunft zurückgelegt werden. Und trotzdem gibt es Dinge, die man gerne erleben oder besitzen möchte.
Eine besondere Reise. Ein gutes Hotel. Ein teures Hobby. Ein hochwertiges Auto. Mehr Komfort im Alltag. Vielleicht auch einmal ein Flug in der Business Class.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob man sich Luxus leisten darf.

Sondern wie man sich besondere Dinge leisten kann, ohne dafür die eigenen Finanzen aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Denn meiner Meinung nach entsteht Luxus nicht dadurch, dass man möglichst viel konsumiert. Luxus entsteht vor allem dann, wenn man finanziell die Möglichkeit hat, sich bewusst für oder gegen eine Ausgabe zu entscheiden.

In diesem Artikel erfährst du

Was bedeutet Luxus eigentlich?

Luxus ist etwas sehr Persönliches.

Für manche Menschen ist es eine Reise auf die Malediven. Andere möchten ein schönes Auto fahren, regelmäßig gut essen gehen oder weniger arbeiten müssen.

Deshalb halte ich wenig davon, Luxus ausschließlich über teure Produkte zu definieren.

Für mich bedeutet Luxus vor allem:

Finanziell nicht ständig unter Druck zu stehen, reisen zu können, besondere Erlebnisse genießen zu dürfen und genügend Spielraum zu haben, um mir gelegentlich etwas zu leisten, das eigentlich nicht notwendig wäre. Der entscheidende Punkt dabei ist die Wahlmöglichkeit.

Ich möchte nicht jeden Flug in der Business Class verbringen oder ausschließlich in teuren Hotels übernachten. Aber ich möchte langfristig die finanzielle Möglichkeit haben, mich bewusst dafür entscheiden zu können.

Luxus ist für mich deshalb kein Dauerzustand, es ist eine, für mich, frei wählbare Option.

Diese Sichtweise verändert auch die Frage, wie man mit seinem Geld umgeht. Statt einen bestimmten Lebensstil dauerhaft finanzieren zu müssen, geht es darum, sich finanziellen Spielraum aufzubauen.

Warum dauerhafter Luxus schnell zum finanziellen Problem wird

Das eigentliche Problem ist häufig nicht eine einzelne teure Ausgabe.
Eine besondere Reise für mehrere Tausend Euro wird die finanzielle Zukunft der meisten Menschen nicht zerstören, wenn sie langfristig geplant und aus vorhandenem Geld bezahlt wird. Problematisch wird es dann, wenn aus besonderen Ausgaben langsam normale Ausgaben werden.

Das bessere Hotel wird zum Standard. Das neue Auto muss beim nächsten Leasingvertrag noch hochwertiger sein. Nach der ersten Fernreise soll jedes Jahr eine noch größere Reise folgen. Der Lebensstandard steigt und mit ihm die laufenden Kosten.

Genau hier entsteht Lifestyle-Inflation.

Mit steigendem Einkommen steigen gleichzeitig die Ansprüche. Obwohl mehr Geld zur Verfügung steht, bleibt am Ende des Monats kaum mehr übrig.

Deshalb halte ich einen anderen Weg für sinnvoller.

Luxus sollte ein Highlight bleiben und nicht unbemerkt zum finanziellen Standard werden.

Wer besondere Dinge bewusst auswählt, kann sie häufig viel mehr genießen und gleichzeitig seine langfristigen finanziellen Ziele verfolgen.

Die wichtigste Grundlage: finanzieller Spielraum

Bevor man darüber nachdenkt, wie man sich Luxus leisten kann, sollte eine andere Frage beantwortet werden:

Wie viel finanzieller Spielraum habe ich überhaupt?

Wer jeden Monat sein gesamtes Einkommen ausgibt, hat kaum Möglichkeiten, größere Wünsche zu finanzieren.
Das gilt unabhängig davon, ob jemand 2.000 Euro oder 5.000 Euro netto verdient. Deshalb beginnt der Weg zu mehr finanziellen Möglichkeiten nicht bei Kreditkartenpunkten, Cashback oder der Suche nach besonders günstigen Angeboten.

Er beginnt bei den eigenen Finanzen.

Du solltest zumindest ungefähr wissen, welche Fixkosten jeden Monat anfallen, wie viel Geld du regelmäßig zurücklegen möchtest und welcher Betrag tatsächlich frei zur Verfügung steht. Dafür brauchst du kein kompliziertes Haushaltsbuch und musst auch nicht jede Ausgabe kontrollieren.

Ein einfaches System reicht häufig vollkommen aus.

Wenn du deine Finanzen bisher eher nebenbei organisiert hast, findest du in meinem Artikel Wie du deine Finanzen strukturierst einen einfachen Ansatz, mit dem du mehr Klarheit über dein Geld bekommst.

Erst wenn diese Grundlage vorhanden ist, lassen sich größere Wünsche sinnvoll planen.

Sparen und Investieren schaffen langfristig Möglichkeiten

Kreditkartenpunkte, Cashback und Bonusprogramme können dabei helfen, aus ohnehin geplanten Ausgaben etwas mehr herauszuholen.

Sie ersetzen aber keinen Vermögensaufbau.

Wer beispielsweise jeden Monat 200 Euro zusätzlich zurücklegt und dieses Geld über viele Jahre investiert, kann langfristig einen erheblichen finanziellen Unterschied erreichen.

Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell reich zu werden. Es geht darum, sich mit der Zeit mehr Möglichkeiten aufzubauen.

Ein wachsendes Vermögen kann später Entscheidungen erleichtern. Vielleicht kannst du deine Arbeitszeit reduzieren, eine längere Reise machen oder eine größere Ausgabe bezahlen, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Genau deshalb ist die Reihenfolge entscheidend.

Zuerst solltest du deine finanzielle Grundlage schaffen. Dazu gehören ein sinnvoller Notgroschen, eine Sparquote, die zu deinem Einkommen passt, und langfristiger Vermögensaufbau.

Erst danach kommen Optimierungen wie Punkte, Meilen oder Cashback.

Falls du noch nicht genau weißt, wie viel Geld du jeden Monat zurücklegen solltest, hilft dir mein Artikel Wie viel sollte man eigentlich sparen? dabei, eine Sparquote zu finden, die zu deiner persönlichen Situation passt.

Vermögensaufbau muss nicht kompliziert sein

Viele Menschen beschäftigen sich lange mit der Frage, welches Investment die höchste Rendite bringen könnte.

Dabei ist für den langfristigen Vermögensaufbau häufig etwas anderes wichtiger: überhaupt anzufangen und regelmäßig zu investieren.

Ein breit gestreuter ETF-Sparplan kann bereits ausreichen, um langfristig Vermögen aufzubauen. Einzelne Aktien können ebenfalls eine Möglichkeit sein, wenn man sich mit den Unternehmen und den damit verbundenen Risiken beschäftigen möchte.

Welche Lösung besser passt, hängt von der eigenen Erfahrung, Risikobereitschaft und Strategie ab.

Falls du dein Geld langfristig investieren möchtest, solltest du deshalb nicht einfach den erstbesten Anbieter auswählen. Gebühren, Sparpläne, Benutzerfreundlichkeit und das verfügbare Angebot können sich unterscheiden.

Ein Broker-Vergleich kann dir dabei helfen, verschiedene Anbieter gegenüberzustellen und ein Depot zu finden, das zu deiner persönlichen Anlagestrategie passt.

Entscheidend ist nicht, ständig die perfekte Anlage zu finden.

Viel wichtiger ist, langfristig regelmäßig Geld zurückzulegen und dem eigenen Vermögen Zeit zum Wachsen zu geben.

Luxus sollte geplant und nicht spontan finanziert werden

Viele größere Wünsche scheitern nicht am Einkommen. Sie scheitern daran, dass sie nie wirklich geplant wurden.

Nehmen wir an, du möchtest in zwei Jahren eine besondere Reise machen und rechnest mit Kosten von 4.000 Euro.
Wenn du erst wenige Wochen vor der Reise über die Finanzierung nachdenkst, bleiben häufig nur wenige Möglichkeiten: auf die Reise verzichten, an anderer Stelle Geld entnehmen oder die Kosten teilweise über einen Kredit finanzieren.

Planst du dagegen frühzeitig, sieht die Situation anders aus. Bei 24 Monaten Vorlauf müsstest du rund 167 Euro pro Monat zurücklegen. Die Reise ist aber deshalb nicht günstiger geworden. Aber die finanzielle Belastung wurde auf einen längeren Zeitraum verteilt.

Genau deshalb halte ich separate Rücklagen für größere Wünsche für sinnvoll.

Urlaub, ein neues Auto, technische Geräte oder andere größere Anschaffungen müssen dann nicht plötzlich aus dem laufenden Einkommen bezahlt werden.

Das Geld steht dann zur Verfügung, wenn es benötigt wird. Aber es bedeutet wohlmöglich auch „Verzicht“ für ein paar Monate.

Ein separates Tagesgeldkonto kann die Planung erleichtern

Für Wünsche, die du innerhalb der nächsten Monate oder Jahre erfüllen möchtest, kann ein Tagesgeldkonto sinnvoll sein. Das Geld bleibt verfügbar und wird gleichzeitig vom normalen Girokonto getrennt. Du könntest beispielsweise unterschiedliche Rücklagen bilden:

für Reisen, größere Anschaffungen oder einfach für besondere Erlebnisse.

Dadurch erkennst du jederzeit, wie viel Geld für dein Ziel bereits vorhanden ist.

Wenn du für größere Wünsche oder geplante Ausgaben Geld zurücklegen möchtest, kann sich ein Vergleich verschiedener Tagesgeldkonten lohnen. Achte dabei nicht nur auf den aktuellen Zinssatz, sondern auch darauf, wie lange mögliche Aktionszinsen gelten und welche Konditionen anschließend angeboten werden.

Das Ziel ist nicht, für jeden Wunsch ein neues Konto zu eröffnen.

Es geht darum, größere Ausgaben vom normalen Alltag zu trennen und dadurch bewusster zu planen.

Punkte und Cashback können Luxus günstiger machen

Erst nachdem die finanziellen Grundlagen stimmen, werden Bonusprogramme interessant.

Ich selbst nutze unter anderem Payback und American Express. Allerdings nicht, weil ich meinen gesamten Alltag danach ausrichten möchte.

Ich versuche nicht, möglichst viele zusätzliche Einkäufe zu tätigen, nur um Punkte zu sammeln. Ich verbringe auch nicht jeden Tag damit, Coupons, Aktionen und Transferboni zu kontrollieren. Stattdessen nutze ich Punkte dort, wo sie ohnehin in meinen Alltag passen. Wenn ich eine Ausgabe sowieso tätigen würde und dafür zusätzliche Punkte oder Cashback erhalten kann, nehme ich diesen Vorteil gerne mit. Über längere Zeit können dadurch Guthaben, Punkte oder Meilen entstehen, die beispielsweise für Reisen genutzt werden können.

Das Entscheidende ist jedoch: Die Ausgabe muss auch ohne die Belohnung sinnvoll sein.

Wer 100 Euro zusätzlich ausgibt, um Punkte im Wert von wenigen Euro zu sammeln, hat keinen finanziellen Vorteil erzielt. Denn Punkte und Cashback sollten deshalb niemals der Grund für Konsum sein. Sie sollten lediglich als ein zusätzlicher Vorteil auf Ausgaben, die ohnehin geplant waren, angesehen werden.

Wenn du noch nicht weißt, welches System besser zu deinem Alltag passt, findest du in meinem Vergleich Payback oder Cashback? die wichtigsten Unterschiede und Entscheidungskriterien.

Eine Kreditkarte sollte zum eigenen Alltag passen

Ähnlich sehe ich es bei Kreditkarten. Eine Kreditkarte mit Jahresgebühr ist nicht automatisch besser als eine kostenlose Kreditkarte.

Wer die enthaltenen Vorteile regelmäßig nutzt und mit den gesammelten Punkten oder zusätzlichen Leistungen einen echten Mehrwert erzielt, kann von einer solchen Karte profitieren.

Wer dagegen nur geringe Ausgaben hat, selten reist oder die Vorteile kaum nutzt, fährt mit einer kostenlosen Kreditkarte möglicherweise besser.

Deshalb sollte man sich nicht für eine Kreditkarte entscheiden, weil sie besonders exklusiv wirkt oder einen bestimmten Status vermittelt.

Die entscheidende Frage lautet:

Passt die Karte zu meinem tatsächlichen Alltag?

Falls du verschiedene Möglichkeiten prüfen möchtest, kann dir ein Vergleich dabei helfen, Jahresgebühren, Leistungen und mögliche Vorteile gegenüberzustellen.

Entscheide dich nicht für die bekannteste oder exklusivste Kreditkarte, sondern für die Lösung, deren Kosten und Leistungen zu deinen tatsächlichen Gewohnheiten passen.

Eine ausführlichere Entscheidungshilfe findest du außerdem in meinem Artikel AMEX oder kostenlose Kreditkarte?.

American Express Green Card
American Express Platinum Card - Startguthaben
American Express Gold Card - Startguthaben

Business Class ist für mich ein gutes Beispiel für bewussten Luxus

Business Class ist wahrscheinlich eines der besten Beispiele dafür, wie unterschiedlich Menschen Luxus bewerten. Für manche gehört sie bei längeren Reisen selbstverständlich dazu.
Andere würden niemals mehrere Tausend Euro zusätzlich für einen Flug ausgeben.

Ich selbst sehe Business Class als besonderes Erlebnis. Solche Erlebnisse möchte ich gerne bewusst nutzen können, aber ich möchte mein finanzielles Leben nicht danach ausrichten.
Wenn ein Flug in der Economy Class beispielsweise 700 Euro kostet und die Business Class 3.000 Euro, muss ich mich fragen, was mir die zusätzlichen 2.300 Euro wert sind.

Vielleicht investiere ich das Geld lieber, finanziere ich damit einen großen Teil der nächsten Reise.

Vielleicht habe ich genügend Meilen gesammelt und kann mir das Upgrade leisten, ohne mehrere Tausend Euro zusätzlich auszugeben oder vielleicht entscheide ich mich ganz bewusst dafür, den höheren Preis zu bezahlen, weil mir das Erlebnis wichtig ist.

Keine dieser Entscheidungen ist grundsätzlich richtig oder falsch.

Entscheidend ist, dass sie bewusst getroffen wird.

Genau darum geht es auch in meiner Kategorie Vergleiche & Entscheidungshilfen: verschiedene Möglichkeiten zu verstehen und anschließend die Lösung zu wählen, die zur eigenen Situation passt.

Der größte Hebel ist nicht die perfekte Optimierung

Wenn man sich mit persönlichen Finanzen beschäftigt, kann schnell der Eindruck entstehen, man müsse jeden Bereich seines Lebens optimieren.

Das günstigste Girokonto finden.

Die beste Kreditkarte besitzen.

Jeden Coupon nutzen.

Jede Ausgabe mit Cashback kombinieren.

Die perfekte Rendite erzielen.

In der Realität kosten solche Optimierungen viel Zeit und bringen häufig nur begrenzte finanzielle Vorteile.

Natürlich lohnt es sich, unnötige Gebühren zu vermeiden und sinnvolle Vorteile mitzunehmen.

Aber der größte finanzielle Fortschritt entsteht meiner Meinung nach an anderer Stelle.

Durch eine vernünftige Sparquote.

Durch langfristiges Investieren.

Durch steigendes Einkommen.

Durch bewusste Entscheidungen bei größeren Ausgaben.

Und vor allem dadurch, dass nicht jede Verbesserung des Einkommens sofort in einen höheren Lebensstandard fließt.

Wer jeden Monat mehrere hundert Euro investiert, braucht nicht gleichzeitig stundenlang nach Möglichkeiten zu suchen, weitere drei Euro Cashback zu erhalten.

Das bedeutet nicht, dass kleine Einsparungen unwichtig sind.

Es bedeutet lediglich, die eigenen Prioritäten richtig zu setzen.

Luxus auf Kredit ist keine finanzielle Freiheit

Besonders kritisch sehe ich es, wenn Luxus finanziert wird, obwohl das Geld dafür eigentlich nicht vorhanden ist.

Ein teurer Urlaub auf Raten, Konsumschulden für Kleidung oder technische Geräte und dauerhaft überzogene Kreditkarten schaffen keinen finanziellen Spielraum.

Sie reduzieren ihn.

Natürlich kann es Situationen geben, in denen eine Finanzierung sinnvoll ist. Bei notwendigen größeren Anschaffungen lässt sich das nicht immer vermeiden.

Aber freiwilliger Luxus sollte meiner Meinung nach nicht dazu führen, dass zukünftiges Einkommen bereits heute ausgegeben wird.

Ein guter Test ist deshalb eine einfache Frage:

Könnte ich mir diese Ausgabe auch leisten, wenn ich sie sofort vollständig bezahlen müsste?

Wenn die Antwort Nein lautet, lohnt es sich häufig, den Wunsch noch einmal zu überdenken oder länger darauf zu sparen.

Wie du dir Schritt für Schritt mehr Luxus leisten kannst

Der Weg zu mehr finanziellen Möglichkeiten ist meistens weniger spektakulär, als es im Internet dargestellt wird.

Zuerst solltest du einen Überblick über deine Finanzen schaffen. Du musst wissen, welche Ausgaben jeden Monat anfallen und welcher Betrag tatsächlich zur Verfügung steht.

Danach solltest du Rücklagen aufbauen. Ein Notgroschen verhindert, dass unerwartete Ausgaben deine gesamte Finanzplanung durcheinanderbringen.

Im nächsten Schritt kannst du eine Sparquote festlegen und langfristig investieren.

Parallel dazu lohnt es sich, größere Wünsche frühzeitig zu planen und dafür separate Rücklagen aufzubauen.

Erst danach würde ich mich intensiver mit Optimierungen wie Cashback, Kreditkartenpunkten oder Meilen beschäftigen.

Diese Reihenfolge mag weniger aufregend sein als die Aussicht auf kostenlose Business-Class-Flüge oder schnelle finanzielle Freiheit.

Aber sie ist deutlich nachhaltiger.

Punkte können verfallen. Programme können ihre Bedingungen ändern. Kreditkarten können teurer werden.

Ein solides finanzielles Fundament bleibt.

Meine persönliche Einschätzung

Ich möchte mir besondere Dinge leisten können, ohne mich dafür finanziell unter Druck zu setzen.

Deshalb investiere und spare ich regelmäßig, bevor ich über größere Konsumausgaben nachdenke.

Ich fliege meistens Economy, weil mir der Aufpreis für Business Class häufig zu hoch ist.

Ich nutze Punkte und Cashback, wenn sie zu meinem Alltag passen.

Und ich versuche, größere Wünsche bewusst zu planen, statt meinen Lebensstandard dauerhaft zu erhöhen.

Das bedeutet nicht, dass ich auf alles verzichten möchte.

Im Gegenteil.

Ich glaube, dass Geld auch dafür da ist, das eigene Leben angenehmer zu machen und besondere Dinge zu erleben.

Aber ich möchte selbst entscheiden können, wofür ich mein Geld ausgebe.

Nicht durch steigende Fixkosten dazu gezwungen sein, immer mehr verdienen zu müssen, nur um meinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Genau deshalb kaufe ich lieber finanzielle Möglichkeiten als dauerhaften Status. In meinem Artikel Warum ich lieber Freiheit kaufe erkläre ich ausführlicher, warum finanzielle Freiheit für mich wertvoller ist als ein möglichst teurer Lebensstil.

Und wenn du wissen möchtest, warum ich generell wenig von extremen Spartipps, unrealistischen Versprechen und der ständigen Optimierung des eigenen Lebens halte, findest du meine Gedanken dazu im Artikel Warum ich kein Finanzinfluencer sein will.

Luxus entsteht durch finanzielle Möglichkeiten

Du musst nicht reich sein, um dir besondere Dinge leisten zu können.

Aber du solltest wissen, welche Dinge dir wirklich wichtig sind.

Wer versucht, gleichzeitig das teure Auto, die große Wohnung, regelmäßige Fernreisen, Premium-Kreditkarten und einen hohen Lebensstandard zu finanzieren, wird selbst mit einem guten Einkommen schnell an finanzielle Grenzen stoßen.

Wer dagegen Prioritäten setzt, größere Wünsche plant und langfristig Vermögen aufbaut, kann sich mit der Zeit mehr Möglichkeiten schaffen.

Dabei helfen keine geheimen Tricks.

Auch Punkte, Meilen und Cashback ersetzen keine solide Finanzplanung.

Sie können einen guten Umgang mit Geld ergänzen und bestimmte Wünsche günstiger machen.

Die Grundlage bleibt jedoch immer dieselbe:

Du solltest deine Finanzen strukturieren, regelmäßig Geld zurücklegen, langfristig investieren und deinen Lebensstandard nicht automatisch mit jedem zusätzlichen Euro Einkommen erhöhen.

Luxus bedeutet für mich deshalb nicht, ständig teuer zu leben.

Luxus bedeutet, die finanzielle Möglichkeit zu haben, sich bewusst für etwas Besonderes entscheiden zu können.

Nicht aus Gewohnheit.

Nicht für Status.

Sondern weil es dir persönlich wichtig ist.

Und genau diese Möglichkeit entsteht nicht über Nacht.

Du baust sie dir Schritt für Schritt auf.


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